1922 - Das Panja Sahib Zug Massaker

1922 ereignete sich während der Guru kaa Baagh Morcha (Morcha: Demonstration) ein großer Zwischenfall in Sri Panja Sahib in Hasan-Abdaal, im heutigen Pakistan. Eine Gruppe von pensionierten Soldaten, angeführt von Subedar Amar Singh Dhaliwal aus Kapurthala, wurden verhaftet. Der Magistrat Aslam Khan verurteilte diese Singhs zu Haftstrafen von 2 1/2 Jahren und verhängte jedem eine Geldstrafe in Höhe von 100 Rupien. Diese Singhs, die während der Akali Morcha dabei waren, sollten in die Gefängnisse Attock und Kamalpur gebracht werden. Sie mussten in der Nacht am 29. Oktober 1922 in den Zug von Amritsar nach Attak einsteigen. Der Zug hielt am 30. Oktober in Rawalpindi an und setzte seine Fahrt fort, nachdem dort die Besatzung wechselte und die Lokomotive Wasser aufgenommen hatte. Die Sikh Sangat aus Rawalpindi fand heraus, daß die Züge, die die Gefangenen der Akali Morcha beförderte, durch die Panja Sahib Railway Station fahren würde. Die Sikh Sangat entschied sich den vorbeifahrenden Gefangenen Guru ka Langar, das freie Gemeinschaftsessen anzubieten. Die Sikh Gemeinde des Gurudwaras Panja Sahib war mit Essen und Getränken vorbereitet, um die Singhs auf der Strecke mit Langar zu versorgen. Sie brachten das Guru ka Langar am frühen Morgen des 31. Oktober zum Bahnhof und warteten auf die Ankunft des Zuges.

Die britische Regierung fand heraus, daß die Sikh Sangat aus Rawalpindi Langar für die Gefangenen der Guru kaa Baagh Morcha vorbereitet hatte und entschied, daß der Zug nicht im Bahnhof von Panja Sahib halten wird. Als die Sangat erfuhr, daß der Zug nicht in diesem Bahnhof anhalten wird, wollte sie den Zug um jeden Preis stoppen. Bhai Partap Singh Ji, der Jathedar erklärte, daß bereits ein Ardas (Bitt- und Fürgebet) durchgeführt worden sei, um die Sikh Gefangenen der Demonstration mit Langar (Essen) zu versorgen. Der Zug hielt nicht an, sondern erfasste Bhai Karam Singh, Bhai Partap Singh, neben ihnen saßen Sardar Ganga Singh, Sardar Charan Singh, Sardar Nihal Singh, S. Tara Singh, S. Fakir Singh, S. Kalyan Singh etc. Als dieses Unglück passierte, mußte der Zug für 1 1/2 Stunden anhalten.

Am nächsten Tag ging Bhai Partap Singh (24), Sohn von S. Sarup Singh, einem Goldschmied aus Akal Garh, den Märtyrer-Tod ein. Bevor er verstarb, rezitierte er

Kabira sant Muye kiya Roviye jo apne jaye rovo saakat bapre jo hato haat bikaye.

Er gab seiner 18 jährigen Frau die Anweisung nicht zu weinen und glücklich zu sein.

Man sagt, sie habe ihr ganzes Leben nie geweint und tapfer Gaddi the Chhand rezitiert, welches in Gedenken an die Zug Märtyrer geschrieben wurde und daß sie in Naam Simran vertieft gewesen sei.

Der Zugführer sagte vor dem Tribunal aus, warum er den Zug entgegen den Anweisungen angehalten hatte:

Mir wurde Anweisung gegeben den Zug unter keinen Umständen zu stoppen. Wie angeordnet, hielt ich den Zug nicht an, er bewegte sich mit vollem Tempo. Als der Zug den Shaheed Partap Singh erfasste, hatte ich das Gefühl, als ob wir gegen einen riesigen Berg gestossen seien. Ich fiel nieder und meine Hand löste sich von dem Gaspedal und der Zug stoppte. Nach Untersuchung der Maschine fand man heraus, daß die Bremse nicht gesetzt wurde. Ich hatte das Gefühl, als ob eine unsichtbare Macht den Zug gestoppt hatte.

Der Zugführer wurde entlassen.