Operation Blue Star 1984 - Amritsar Ghallughara (ਅੰਮ੍ਰਿਤਸਰ ਘੱਲੂਘਾਰਾ)

Um den Angriff auf den Sri Harmandir Komplex im Jahr 1984 zu verstehen, muss man die historischen Entwicklungen von 1849 bis 1984 sehr genau betrachten. Oft wird in den Medien berichtet, dass die Indische Regierung 230-240 Widerstandskämpfer (die Indische Regierung sprach "erst kurz vor dem Angriff" von "Terroristen") aus dem Sri Akaal Takht und Sri Darbar Sahib töteten, die bewaffnet waren und einen eigenen Staat Khalistan forderten. Jarnail Singh Bhindranwale forderte keinen separaten Staat, sondern die Umsetzung der Anandpur Resolution, die Gerechtigkeit auf sozio-ökonomischer und politischer Ebene für Sikhs garantieren sollte, als auch die Wahrung der Sikh Identität.

Als Vergeltung auf den Angriff des Sri Harmandir Komplex im Juni 1984 durch die Indische Armee, wird die Regierungschefin Indira Gandhi daraufhin von Ihren zwei Sikh Leibwächtern, Beant Singh und Satwant Singh, am 31. Oktober 1984 erschossen.

  • Was geschah 1984 tatsächlich?
  • Welche Faktoren spielten eine Rolle, dass es zu dieser Auseinandersetzung kam?
  • Warum hat die Indische Armee den Sri Harmandir Sahib Komplex an einem der Hauptfeiertage der Sikhs, dem Martyrium des fünften Sikh Gurus - Guru Arjan Dev, angegriffen, um eine Zentralfigur zu beseitigen?
  • Warum hat Indira Gandhi bereits 18 Monate zuvor Spezialeinheiten der Armee an einer Replika des Sri Harmandir Sahib den Angriff üben lassen (nahe Chakrata Cantonment im Doon Valley)?
  • Ein weiteres Trainings-Camp befand sich in der Sarsawa Gegend und Yamuna, wo Hubschrauber mit schwerem Geschütz umgebaut wurden, wobei sich Jarnail Singh Bhindranwale zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht im Sri Harmandir Sahib Komplex befand? Am 15. Dezember 1983 verlegt Jarnail Singh Bhindranwale aufgrund der Einladung von Gurcharan Singh Thora (SGPC Präsident), seinen Sitz in ein anliegendes Gebäude des Sri Akaal Takht Sahib.

Als sich Jarnail Singh Bhindranwale und die 200-240 Widerstandskämpfer im Sri Harmandir Complex aufhielten, forderten sie nicht Khalistan, dies ist historisch belegbar. Jarnail Singh Bhindranwale sagte, wenn die Indische Armee den Sri Harmandir Komplex angreifen sollte, wäre die Grundlage für ein mögliches Khalistan gelegt.

  • Welche Bitten und Forderungen hatten die Sikhs gegenüber der Indischen Regierung?
  • Welche Falschmeldungen wurden weltweit verbreitet?
  • Welche Auswirkungen hatte dieser Angriff auf das Heiligtum der Sikhs, das gemeinsame Miteinander in Indien und in der Welt?
  • Was geschah nach 1984?

Ein historischer Überblick

Vor 1984:
Sikhs besitzen ihre eigene distinkte Religion und göttlich-offenbarte Heilige Schriftensammlung, den Siri Guru Granth Sahib. 1708 überträgt der zehnte Sikh Guru, Guru Gobind Singh, die Guruschaft auf den Siri Guru Granth Sahib und ernennt ihn zum Ewig-lebenden Guru der Sikhs. Der Siri Guru Granth Sahib wird als die höchste spirituelle Autorität in der Sikh Religion verehrt.

Juni 1984
Die Indische Regierung startet den größten militärischen Angriff gegen ihre eigenen Staatsbürger, in dem über 5000+ unschuldige Sikhs getötet werden. Die Opferzahlen laut der Indischen Regierung in den White Paper beliefen sich auf 493. Diese Zahl sollte Zivilisten als auch die 200-240 Widerstandskämpfer beinhalten. Das Sikh Museum veröffentlicht, das allein nur das Amritsar Krematorium: 3300 Opfer angab. Chand Joshi berichtet von über 5000 Opfern. Augenzeugen und Überlebende sprechen von 8000 Opfern.
(Quelle Sikhmuseum)

Chronologie Juni 1984

  • 25. Mai 1984 - Die Indische Armee mit einem Kontingent zwischen 70.000 - 100.000 Soldaten - werden im Punjab eingesetzt.
  • 1. Juni 1984 - Zehntausende Armeetruppen werden stationiert. Am 1. Juni wird der Sri Harmandir Sahib Komplex umstellt. Die Border Security Force und die Central Reserve Police Force beginnen auf Befehl der Indischen Armee auf den Komplex zu schießen, in dem mindestens 8 Menschen das Leben verlieren. Dies geschieht ohne Vorwarnung oder Provokation seitens der Widerstandskämpfer. Das Feuer wird danach wieder eingestellt.
  • 2. Juni 1984 - Kein Feuergefecht, aber die Atmosphäre ist hoch angespannt.
  • 3. Juni 1984 - Feiertag von Sri Guru Arjan Dev, mehr als 10.000 Pilger befinden sich zu den Feierlichkeiten im Sri Harmandir Sahib Komplex.
  • 4. Juni 1984 - Die Indische Armee greift in der Nacht vom 3. Juni auf den 4. Juni 1984 zu Amrit Vela (ca. 4:00 Uhr) den Sri Darbar Sahib Komplex an.
  • 4. bis 7. Juni 1984 - Die folgenden Tage sind gekennzeichnet durch starke Feuergefechte, das Einsetzen von Tanks (Panzern) seitens der Indischen Armee, Töten und Zerstören.
  • 7. Juni 1984 - Die Sikh Referenz Library wird zerstört und runter gebrannt. Wertvolle Bücher und Manuskripte werden in Säcken wegtransportiert.
  • 10. Juni 1984 - Indische Soldaten kämpfen noch gegen 4 Sikhs, die sich im Keller des Gebäudes aufhalten. Danach war Operation Blue Star beendet.

November 1984
Nach Indira Gandhi's Ermordung durch zwei ihrer Sikh Leibwächter, Beant Singh und Satwant Singh, organisieren Regierungsmitglieder der Congress Partei in einem Geheimtreffen eine 3-Tage andauernde Tötung von Sikhs. Wie Quellen berichten, sind auch Mitglieder von BJP/RSS an den Pogromen beteiligt.

1849-1947 Das Britisch-Indische Königreich
  • 1849 Das Britische Königreich annektiert das große Sikh Königreich von Maharaj Ranjit Singh
  • Bis zur Indischen Unabhängigkeit im Jahr 1947 kämpfen die Sikhs mutig für die Entkolonialisierung Indiens.
  • Sikhs, weniger als 2% der indischen Gesamt-Bevölkerung, stellen über 80% der Soldaten im indischen Freiheitskampf.
  • Mahatma Gandhi und Nehru versprechen den Sikhs innerhalb des föderalen Indiens volle Rechte und Mitspracherecht in Gesetzes Entscheidungen,- und Verabschiedungen.
  • Before India became independent the Hindus leaders of the new nation Nehru and Gandhi promised that Sikhs would be given full rights in India and that no law would be passed without consulting Sikhs.
    "...in future, the Congress shall accept no constitution which does not meet with the satisfaction of the Sikhs"
    (The Lahore session of the Congress Party. December 31, 1929)
    "...the brave Sikhs of Punjab are entitled to special considerations. I see nothing wrong in an area set up in the North of India wherein, the Sikhs can also experience the glow of freedom."
    (Jawahar Lal Nehru, Lahore Bulletin, January 9, 1930)
    "I ask you to accept my word and the Resolution of the Congress that it will not betray a single individual much less a community... If it ever thinks of doing so, it would only hasten to its own doom. Let God be the witness of the bond that binds me and the Congress with you (the Sikhs)...and our Sikh friends have no reason to fear that it would betray them... (M. K. Gandhi, Communal Unity, pg. 165-167) Speech: M.K. Gandhi, Young India, March 19, 1931
  • Der Bundesstaat Punjab wird 1947 territorial von den Engländern geteilt, territorial geht der Grossanteil nach Pakistan, weniger als 50 % nach Indien. Die Grenzlinie, bekannt als "Radcliffe Line", wird von dem Engländer Sir Cyril Radcliffe gezogen.
  • 60% der Sikhs werden zu Flüchtlingen und Heimatlose.
  • Insgesamt werden 14 Mio. Menschen vertrieben.
  • 1 Million Sikhs sterben.

1947-1950 Die Unabhängigkeit Indiens - und die neue Verfassung
  • Die neue Konstitution des unabhängigen Indiens.
  • Sikhs, wie auch Buddhisten u.a., werden in der Verfassung als "Hindus" klassifiziert. Die Sikh Heirat, "Anand Karaj" wird staatlich nicht anerkannt.
  • Punjabi darf nicht Punjabs erste Sprache sein.
  • 75% des Wasser und 70% der Einnahmen werden in andere Bundesstaaten transferiert.
  • Sikhs werden als Hindu Sekte betrachtet, die wieder vereinnahmt werden müssen, wenn nötig auch mit Unterdrückung.
  • Vallabh Patel, Congress sagt: "Die Sikhs haben das Boot verpasst"
    (Quelle: Sirdar Kapur Singh).
  • Sikhs fühlen sich betrogen und lehnen es ab, die Konstitution zu unterzeichnen.

1950-1966 Punjabi Suba Movement
  • "Die Umstände haben sich geändert" betont Nehru 1954, wenn er auf die Versprechungen, die die Indische Regierung gegenüber den Sikhs abgab, angesprochen wird.
  • Indische Staaten werden aufgrund Ihrer Sprache reorganisiert. Der Bundesstaat Punjab wird dabei nicht berücksichtigt.
  • Massen von Sikhs demonstrieren friedlich für sozial-politische Gerechtigkeit.
  • 26.000 friedvolle Sikhs werden 1960 dabei festgenommen.
  • Die Regierung antwortet mit zunehmender Unterdrückung und Gewalt.
  • 1966 kreiert die Regierung einen Punjabi sprechenden Staat, jedoch nur aus ein drittel der ursprünglichen Größe des Punjab.
  • Die Regierung verneint dem Punjab sein eigenes Kapital und die Kontrolle über die Wirtschaftspolitik.

1966-1984 Die Anandpur Resolution - Dharam Yudh Morcha
1984-1987 Die politische Struktur im Punjab
  • 1971 demonstrieren mehr als 250.000 Sikhs friedlich für angemessene sozio-ökonomische Grundlagen der Anandpur Resolution
  • Die Regierung verneint den Sikhs gleiche Rechte.
  • Die Propaganda beginnt, um Sikhs als Separatisten und Extremisten zu bezeichnen.
  • 1975 rufen Sikhs zu Demonstrationen auf: "Rettet die Demokratie" gegen Indira Gandhis Auflösung des Parlaments. Indira Gandhi wird vom Indischen Gericht wegen Wahlbetrugs verurteilt und muss für 1 Woche ins Gefängnis. Indira Gandhi hebt die Verfassung auf, um weiter an der Macht zu bleiben.
  • Sikhs demonstrieren friedvoll gegen dieses Vorgehen. 50,000 Sikhs werden daraufhin in Gefängnisse inhaftiert. Indira Gandhi hat nicht vergessen, dass es die Sikhs waren, die gegen Ihren Wahlbetrug und das Aussetzen der Verfassung demonstrierten.
  • 1978 werden 13 friedvoll demonstrierende Sikhs von den Nirankaris getötet, (Infos dazu unter Ghallughara 1978 - Das Amritsar Massaker) während die Polizei unbeteiligt dabei steht und die Aggressoren der Nirankari Sekte von der Punjab,- als auch von der damaligen Zentralregierung (Janata Party/BJP/RSS) unterstützt und beschützt werden. Dieses Ereignis sollte für immer die Situation im Punjab verändern.
  • Die Erlaubnis, dass die Nirankaris eine Konferenz an Vaisakhi 1978 abhalten durften, wo sie den zehnten Sikh Guru, Guru Gobind Singh und den Siri Guru Granth Sahib, den Ewigen Guru der Sikhs beleidigten, wurde von D.C. Amritsar gewährt. Es war Ministerpräsident Parkash Badal, der auf Geheiß des damaligen Premierministers Moraji Desai und Atal Bihari Vaipayee (beide rechte Janata Party), die Nirankari Konferenz am 13. April 1978 genehmigte. Der Nirankari Chef Gurbachan Singh genoss sowohl von Jan Sangh Führern (Janata - BJP/RSS), als auch aus Teilen der Akali Dal (Badal & Co.) und der Congress Partei, Unterstützung. Diese politischen Zusammenhänge, Synergien und Doppelrollen sind äusserst diffizil und komplex in ihrer Struktur und Analyse - und daher nicht pauschal und eindimensional zu beurteilen.
  • Lala Jagat Narain, Editor in Chief der Hind Samachar Zeitung wird aufgrund seiner Anti-Sikh Propaganda, die er regelmässig in seiner Hindu Zeitung veröffentlicht, am 9. September 1981 ermordet. In seiner Zeitung, werden auf regelmässiger Basis die Sikh Gurus und der Siri Guru Granth Sahib beschimpft und beleidigt. Jarnail Singh Bhindranwale wird verdächtigt, in diesem Mord involviert gewesen zu sein. Er wird daraufhin festgenommen, da aber keine Beweise gegen ihn vorliegen, wird er wieder freigelassen. Der Täter, Ranjit Singh, wie sich später herausstellte, gehörte "nicht" zur Gruppe von Jarnail Singh Bhindranwale, sondern zu Akhand Kirtani Jatha. Ranjit Singh musste für diese Tat 13 Jahre ins Gefängnis. Es war Harchand Singh Longowal (Akali Dal Präsident) und der zukünftige Ministerpräsident Barnala, die Ranjit Singh dazu bewegten, sich zu stellen. Ihm wurde versprochen, dass er nicht die Todesstrafe erhält, sondern eine Gefängnisstrafe. Später wird Ranjit Singh durch die Unterstützung von SGPC Präsident Gurcharan Singh Thora (SAD) zum Jathedar von Sri Akaal Takht ernannt, als er sich noch im Gefängnis befindet.

  • Im Jahr 1978 erlässt Sri Akaal Takht Sahib ein wichtiges Hukamnama zu den Anti-Sikh Sekten, wie die Nirankaris, welches von Gurcharan Singh Thora selbst herausgegeben wurde. Jahre später, am 15. Februar 1998 besucht Gurcharan Singh Thora selbst die Nirankari Sekte, um für Wahlstimmen seines Favoriten Prem Singh (Präsident der Kommunistischen Studenten Union im Punjab), zu werben und verletzt dabei, das Edikt von Sri Akaal Takht. In einem Brief an Sri Akaal Takht Jathedar "Ranjit Singh" gibt Thora zu, die Nirankari Sekte besucht zu haben. Jathedar Ranjit Singh unternimmt nichts gegen das Fehlverhalten (Tankhya) von Gurcharan Singh Thoras, da es Thora war, der ihn unterstütze, Jathedar von Sri Akaal Takht zu werden. Ähnliches passierte bei Balwant Singh, der ebenfalls gegen das Hukamnama von Sri Akaal Takht verstiess, und die Nirankaris besuchte, um Wahlstimmen zu erhalten. Balwant Singh war es, der mit Harchand Singh Longowal (Akali Dal Präsident) und Gurcharan Singh Thora (SGPC Präsident) zusammen war, als sie "frühzeitig in Schutzhaft" zur Zeit von Operation Blue Star genommen wurden. So garantierte die Zentralregierung "jenen Akali Dal Führern", die mit ihr zusammenarbeitete, das Überleben. Balwant Singh wird später zum "Unions Minister".

  • 1982 starten die Sikhs die Dharam Yudh Morcha, eine Bewegung, die sich friedvoll für sozial-politische Gerechtigkeit und die Wahrung der Sikh Identität einsetzte, um die Anandpur Resolution umzusetzen.
  • Diese Massenbewegung mit verschiedenen Sikh Führern, wie Harchand Singh Longowal wird von der indischen Regierung so portraitiert, dass Jarnail Singh Bhindranwale für die Dharam Yudh Morcha alleinverantwortlich gewesen sei. Jarnail Singh Bhindranwale wird zunehmend als Separatist und Extremist dargestellt, jedoch "Harchand Singh Longowal" nicht. Harchand Singh Longowal´s Mentor war Parkash Badal (SAD). Longowals Gruppe bestand aus Longowal Anhängern, Naxaliten Kommunisten und Anhängern Badals.
  • Am 28. März 1983 veröffentlicht das British House of Lords in einer Resolution, dass Sikhs eine Nation sind.
  • Ein Wendepunkt ist die Ermordung von Surinder Singh Sodhi am 14. April 1984. Surinder Singh war ein enger und wichtiger Freund und Mitstreiter von Jarnail Singh Bhindranwale. Bhindranwale nannte ihn "Babbu" oder "mein Sohn". Surinder Singh Sodhi war der rechte Arm von Jarnail Singh Bhindranwale. Dies wusste die Gegenseite und wollte Bhindranwale damit schwächen, indem man einen seiner engsten Vertrauten beseitigte. Gurcharan Singh war Naxalite Kommunist und Sekretär von Harchand Singh Longowal. Er war maßgeblich in dem Auftragsmord von Surinder Singh Sodhi involviert. Gurcharan Singh wurde jedoch von der Shiromani Akali Dal (Longowal und Badal) und von der Indischen Zentralregierung geschützt. Um Surinder Singh Sodhi zu erschiessen, wurde Shinda und seiner Frau Baljit eine Summe von 25 Lakh Rupees für diesen Mord angeboten. Shinda führt den Auftrag durch und erschiesst Surinder Singh Sodhi in einem Teeladen, wo Shindas Frau Baljit ihn mit dem Vorwand hinbestellt, dass sie in einer persönlichen Angelegenheit dringend Hilfe von Sodhi benötige.
    *Surinder Singh Sodhi kam vom Nihang Panth Tarna Dal und schloss sich später Sant Jarnail Singh Bhindranwale an.
  • Am 25. April 1983 wird DIG Avtar Singh Atwal, als er aus dem Sri Harmandir Sahib rauskommt, erschossen. DIG Avtar Singh Atwal hatte zwei Männer beauftragt, die Jarnail Singh Bhindranwale kidnappen und töten sollten. Sie wurden von Bhindranwale´s Anhänger identifiziert, einer wurde getötet, der andere hat Atwal (seinen Auftraggeber), dann selbst erschossen.
  • Jarnail Singh was not charged with crimes or terrorist activities nor did he have an outstanding arrest warrant from which he was hiding or attempting to abscond. India Today reported in December 1983 that a senior officer in Chandigarh confessed:
    "It's really shocking that we have so little against him while we keep blaming him for all sorts of things."
  • Die Ereignisse bis Juni 1984 überschlagen sich. Operation Blue Star - der Angriff auf den Sri Harmandir Sahib beginnt am 1. Juni 1984 und ist am 10. Juni 1984 offiziell beendet.
  • Am 24. Juli 1985 unterzeichnen Rajiv Gandhi und Harchand Singh Longowal eine Vereinbarung betreffend aller "Punjab und Sikh Angelegenheiten".
    Am 25. September 1985 bekommen die Akalis 74 MLA´s und gewinnen die (vorab festgesetzte) Wahl. Surjit Singh Barnala wird am 29. September 1985 Ministerpräsident des Punjab. Barnala gehörte zu jenen Akalis, die mit Harchand Singh Longowal, Badal und mit der Zentral Regierung (Congress) zusammenarbeitete. Rajiv Gandhi gratuliert der Akali Dal und dem neuen Ministerpräsidenten Barnala (SAD) an diesem Tag und sagt:

    It is our victory.
  • Nur zwei Jahre später, am 11. Mai 1987, wird die Akali Dal Regierung unter Surjit Singh Barnala von Rajiv Gandhi wieder aufgehoben, gemäss Artikel 356 der indischen Verfassung.

JUNI 1984

Die Indische Regierung beginnt die damals grösste Militäroperation gegen ihre eigenen Staatsbürger. Am 1. Juni 1984 beginnt die Indische Armee die Attacke auf den Sri Darbar Sahib Komplex, um die 200-240 Widerstandskämpfer zu beseitigen, die sich im Sri Akaal Takht und im Sri Darbar Sahib Komplex aufhalten. Dabei werden über 5000+ unschuldige Sikhs (Pilger) getötet. Die Zahl der Toten wird von der Indischen Regierung in der Kategorie "Zivilisten und Terroristen" mit nur 493 angegeben.
(Quelle: Sikh Museum)

Die Regierung: Ein Sikh Staat stand kurz vor der Deklaration.

Die Wahrheit: Ein grosser Streik von Korn-Lieferungen aus dem Punjab war für den 3. Juni 1984 als landesweiter Zivil Protest für die Anandpur Resolution geplant, die sich für sozial-politische Gerechtigkeit und die Wahrung der Sikh Identität einsetzte. Es sollten an diesem Tag weder Grunderwerbs-, Wasser,- noch Stromrechnungen bezahlt werden.

Die Regierung: Es war kurzfristig und nicht geplant.

Die Wahrheit: Der Angriff wurde bereits im Jahr 1982 vorbereitet, als die Armee ein Duplikat des Sri Harmandir Sahib (Goldenen Tempel) herstellte und Militär-Übungen ausführte. Im Februar 1984 werden UK Einheiten involviert, die Beratung für den Angriff zu übernehmen.
Der Ausnahmezustand wird deklariert. Ausländische Presse wird des Landes verwiesen. Eine bundesweite Mediensperre wird verhängt.

Die Regierung: Die Besetzung durch "Terroristen" im Sri Darbar Sahib bedeutete, dass die Armee notwendig war. Das Wort "Terrorist" wurde explizit kurze Zeit vor dem Angriff benutzt und danach von der beauftragten Presse, jedoch nicht in den Monaten zuvor.

Die Wahrheit: Der Angriff wurde bereits im Jahr 1982 vorbereitet. Jarnail Singh Bhindranwale wird 1983 in den Tempel Komplex von SGPC Präsident Gurcharan Singh Thora eingeladen. Zuvor hält sich Bhindranwale im Guru Nanak Niwas Guesthouse auf und zieht später ab dem 15. Dezember 1983 in den Sri Harmandir Sahib Komplex, in ein angrenzendes Gebäude des Sri Akaal Takht. Dieses Vorgehen galt einer Konfrontation mit Babbar Khalsa aus dem Weg zu gehen, die sich zu diesem Zeitpunkt in einem Gelddisput und bereits in Konkurrenz zu Jarnail Singh Bhindranwale, befanden. Am 20. Dezember 1983 gibt Sukhdev Singh von Babbar Khalsa eine Pressekonferenz und bestätigt, das Babbar Khalsa 35 Nirankaris getötet haben und "nicht Bhindranwale".
Einheit unter den Sikh Gruppen zu erreichen, die verschiedene Motive und Interessen verfolgen, wird zunehmend schwieriger. Die Congress Partei hatte Zail Singh versus Darbara Singh. Die Akali Dal hatte Parkash Badal versus Gurcharan Singh Thora. Sukhdev Singh Babbar versus Jarnail Singh Bhindranwale und Harchand Singh Longowal versus Jarnail Singh Bhindranwale. Babbar Khalsa wiederum spaltete sich in zwei Gruppen auf - Sukhdev Singh versus Talwinder Singh. Wie sich später herausstellen wird, ist Gurcharan Singh Thora (SGPC Präsident) nicht auf der Seite von Bhindranwale, sondern unterstützt die Agenda von Congress Partei und SAD (Shiromani Akali Dal).

The Complex has been in the control of the "Akalis" (SGPC) Gurcharan Singh Thora´s control over the complex (Sri Harmandir Sahib Komplex) was so complete and perfect that no militant or otherwise unwanted person could stay inside without his permission and knowledge for one night. In fact it was G.S. Thora who had invited and allowed Bhindranwale to stay inside the Guru Nanak Niwas and the Akal Takht to score over his rival SAD, Parkash Badal. And when at the height of tension in Punjab, Central Goverment offered Chief Ministership to Thora in collaboration with Congress or outside support. Bhindranwale refused to co-operate in this matter and Thora in frustration agreed for Army Action (Operation Blue Star). Harchand Singh Longowal, Parkash Badal, Surjit Singh Barnala, Balwant Singh etc. were already in agreement for such an action to do away Bhindranwale.
(Quelle: Baldev Singh, Was Bhindranwale a Congress Creation?)

Für die Akali Dal wird Bhindranwale zunehmend zu einflussreich und eine ernstzunehmende politische Konkurrenz. Jene Akali Dal Führer stimmen dem Plan Indira Gandhis, der Congress Partei zu, den Sri Harmandir Sahib Komplex anzugreifen, um Bhindranwale auszuschalten. Auch Vertreter des rechten Hindu Flügel befürworteten den Angriff. Sant Kartar Singh (Jathedar Damdami Taksal) sah die aufsteigende Korruption in der Shiromani Akali Dal und im Gurudwara Management der SGPC. Sant Kartar Singh wollte Reformen und Repräsentanten in die SGPC (Amritsar) und in die DGPC (New Delhi), durch Wahl schicken, um a.) die Grundlagen der Sikh Religion zu bewahren, b.) Rechtschaffendes Handeln wiederherzustellen und c.) vor Anti-Sikh Einflüssen zu schützen, die bereits in der SGPC Fuss fassten. Bevor Sant Kartar Singh, dies tun konnte, verstarb er an den Folgen eines Autounfalls. Sant Kartar Singh ernannte Jarnail Singh Bhindranwale zum nächsten Jathedar von Damdami Taksal. Die Agenda einer Reformation innerhalb der Akali Dal und der SGPC haben die Top Akali Führer, die ihre Positionen und ihren Einfluss sicher stellen wollten, zu verhindern versucht.

Top Akali Leaders like Badal, Thora, Barnala, Balwant Singh, Ravinder and Ramoowalia continued secret talks with Central Goverment on 16/17 Nov. 82, 17 Jan. 83, 24 Jan. 84, 27-29 March 84, 21 April 84, 26/27 May 84. Parkash Badal, Gurcharan Singh Thora had met Indira Ghandi on May 26, 1984. On May 27 she finally decided to send army.

Sirdar Kapur Singh, ein Cambridge Sikh Intellektueller, erläuterte Bhindranwale bei seinem Besuch seinen Standpunkt zu den Akali Dals, wie Thora, Badal, Barnala, Talwandi, Umrangal und Balwant Singh. Kapur Singh sagte, die Agenda "dieser Akalis" zielt nicht auf die Bedürfnisse des Sikh Panths ab, sondern auf politische Macht und Geld. Sie waren dafür bekannt, geschickt politische Doppelrollen zu spielen.
Die Partei Shiromani Akali Dal entstand im Jahr 1920 unter der Führung von Kharak Singh, dem ersten Präsident der SAD. Kharak Singh war "gleichzeitig" Mitglied in der Congress Partei. Im Jahr 1948 und 1956 war es Master Tara Singh (ein konvertierter Hindu - Shiromani Akali Dal), der mit der Congress Partei fusionierte. Danach folgte Partap Singh Khairon, (Congress), der von J.L. Nehru (Congress) zum Chief Minister des Punjab ernannt wird, um die Akali Agitation zu stoppen. Sein Enkelsohn Adesh Partap Singh Kairon ist mit der Tochter von Parkash Badal (SAD) verheiratet. Die Shiromani Akali Dal ko-operierte sowohl mit der Congress Partei als auch mit dem rechten Hindu Flügel Jan Sangh/BJP/RSS.

Obwohl man jederzeit freien Zugriff auf Jarnail Singh Bhindranwale hatte und er sich frei bewegte und Reden im Punjab abhielt, wurde keinerlei Haftbefehl noch Terrorgesetze gegen ihn ausgestellt. Die Armee belagerte den gesamten Sri Harmandir Sahib Komplex. Tausende von Pilgern werden in den Sri Darbar Sahib Komplex in den Juni Tagen 1984 reingelassen. Unverständlich dabei bleibt, warum diese Pilger den Sri Darbar Sahib Komplex nicht mehr verlassen durften? Die Armee attackierte ohne Vorwarnung und Verhandlung - nach indischem Gesetz illegal. General Brar sagte, er hätte der Armee diesen Befehl gegeben. Zeitzeugen und Überlebende von 1984 bestreiten dies.

In his memoirs (Memoirs of Giani Zail Singh, Har-Anand Publications, New Delhi, 1996) the President of India confirms that no warnings were given; “I pointed out to her [Mrs Indira Gandhi] that military action was taken on a day when the Temple complex was full of pilgrims – men, women and children – assembled to observe the martyrdom of Guru Arjan Dev, most of whom perished in the cross firing… I told her that if notice had been given to these pilgrims over radio and television and loudspeakers, a majority of them would have come out… I had asked the government whether they had issued a warning on the loudspeakers to the people inside the complex to come out, to which they replied in the affirmative. Later, I came to know that no such warning had been issued and the operation had been suddenly launched.”

Die Regierung: Es ging um die Befreiung des Sri Harmandir Sahib.

Die Wahrheit: Erste Quellen sprechen von 42-45 gleichzeitig angegriffenen Gurudwaras. Weitere Untersuchungen und Nachforschungen ergeben, dass 125 Gurudwaras "simultan zum Sri Darbar Sahib Komplex" angegriffen werden. Eine Vielzahl von Sikhs werden in diesen Gurudwaras getötet. Dörfler und Sikh Soldaten, die zur Hilfe kommen, werden ohne Vorwarnung von bewaffneten Helikoptern erschossen.

Die Regierung: Es waren nur wenige Opfer zu verzeichnen - 493 Tote. Diese Zahl schliesst laut der Indischen Regierung "Zivilisten und Widerstandskämpfer" ein.

Die Wahrheit: Mehr als 5000+ gläubige Pilger als auch die 200-240 Widerstandskämpfer werden bei diesem Angriff getötet. Die Armee attackierte den Sri Darbar Sahib an den Sikh Feiertagen (dem Martyrium des fünften Sikh Gurus, Guru Arjan Dev), in der Nacht vom 3. Juni auf den 4. Juni 1984. Es halten sich zu dem Zeitpunkt über 10.000 Pilger im Sri Darbar Sahib Komplex auf. Diese Vorgehensweise der Indischen Armee verursachte somit eine maximale Anzahl von Todesopfern.

Die Regierung: Die Armee Soldaten behandelten Gefangene und den Sri Darbar Sahib mit Sorgfalt und höchstem Respekt.

We went inside with humility in our hearts and prayers on our lips.
(Mrs. Gandhi last battle, S. 158 Mark Tully, Satish Jacob)

Die Wahrheit: Den Soldaten wurde gesagt, dass alle Sikhs, die sich innerhalb des Komplexes aufhalten, Separatisten seien und damit als "Staatsfeinde" einzustufen sind. Über 10.000 Pilger halten sich zu dem Zeitpunkt im Sri Harmandir Sahib auf. Die Indische Armee exekutierte auf grausame Art und Weise unschuldige Pilger, dies beinhaltete Frauen, alte Menschen sowie Kleinkinder. Allein im Guru Ram Das Serai werden ca. 1000 Männer, Frauen und Kinder hingerichtet, nur wenige davon überleben. Giani Kirpal Singh, Jathedar berichtet davon in Operation Blue Star - Eyewitness Account. Weitere Sikhs sterben, als sie in sengender Hitze ohne Wasser eingeschlossen wurden. Alle Leichname werden ohne Aufzeichnungen für die Hinterlassenen kremiert. Während dieser Tage war ein hoher Alkoholkonsum seitens der Indischen Armee zu verzeichnen.

By a notification of the government of Punjab which clearly states that Department of Excise and Taxation allowed the provision of large quantity of liquor i.e. 700.000 quart bottles of rum, 30.000 quart bottles of Whiskey, 60.000 quart bottles of brandy and 160000 bottles of beer, all free of excise duty. The notification specifically said that the alcohol was for the consumption by the Armed Forced Personnel, deployed in Operation Blue Star. (Quelle: Ibid., p.203, Giani Kirpal Singh´s Eyewitness Account of Operation Blue Star, Impris/xv).

Die Soldaten rauchten und warfen ihre Zigarettenkippen im Sri Darbar Sahib weg.

Die Regierung: Die Sikhs und die Sikh Religion waren nicht das Ziel.

Die Wahrheit: Die Armee brannte nur wenig später nach dem Angriff die zentrale Sikh Referenz Bibliothek nieder. Dies geschah nach dem 6. Juni 1984 - leicht brennbares wird zu Asche. Nach dem Angriff bringt die Indische Armee für Pressefotos neue Waffen und Drogensäcke in den Sri Harmandir Sahib Komplex. Diese Bilder gehen um die Welt. Später bestätigen Dokumente, dass die Indische Armee dies tat. Die Sikhs wissen, das es sich dabei um eine weitere inszenierte Propaganda und Diskreditierung handelte.

Dr. A. R. Darshi schreibt:

The weapons were not recovered from the militants. These were brand new weapons arranged by the army to give a false impression that the extremists were heavily armed. When those weapons were telecast they looked brand new and were shining. The weapons possessed by the militants were either damaged by heavy bombardment or some of them were left by those who had escaped. The weapons recovered from them ought to be old and damaged. [Seite 131]

Unschätzbare historische Bücher, Manuskripte und Artefakte werden von der Indischen Armee in Säcken wegtransportiert - leicht brennbares wird in der Bibliothek noch verbrannt. Der Rest wird mitgenommen und katalogisiert - weiterführende Informationen dazu können Sie unter Sikh Reference Library beim DISR nachlesen.
Quelle: Basics of Sikhi, Giani K. Singh Eyewitness Account, Punjab Goverment - Department of Excise and Taxation, United Sikhs, Sikh Museum, SF Page, Sikhism, diverse Sikh Council, Kommissionsberichte, Indian High Court decision etc.

Operation Blue Star wies folgende Komponenten auf: Operation Metal, die auf den Sri Harmandir Sahib Komplex konzentriert war, Operation Shop, die die ländlichen Gegenden nach Verdächtigen absuchte, gefolgt von Operation Woodrose, die speziell im Punjab auf getaufte Sikhs (Amritdharis) abzielte, die Kirpan trugen bzw. protestierten. Im Punjab und auch ausserhalb attackierte die Indische Armee die Sikh Gurudwaras. Hohe Todeszahlen wiesen Moga, Muktasar, Faridkot, Patiala, Ropar and Chowk Mehta auf. In einem einzigen Gurudwara, Gurdwara Dukh Niwaran Sahib in Patiala, werden allein 257 gläubige Sikhs erschossen. Die Zahlen der betroffenen Gurudwaras laut Dabinderjit Singh ging von den zunächst bekannten 42-45 Gurudwaras auf 125 hoch. Weitere Quellen sprechen bis zu 200 Gurudwaras.
(Siehe Bericht: The truth behind the Amritsar massacre)

Kalter Krieg - Weltpolitik und Punjab

Am 11. Juni 1984 veröffentlicht die Sowjet Union in ihrer staatlichen Zeitung Pravda, dass die CIA (Central Intelligence Agency), der USA, die politische Struktur in Indien destabilisiert.
Am 3. Juli 1984 berichtet The Soviet Daily, Pravda, dass westliche Geheimdienste und Pakistan für den gegenwärtigen Turmoil im Punjab verantwortlichen seien.

They are instrumental in stirring secessionist sentiments in the Indian states. Were it not the activities of the CIA, Western Secret services and Pakistan, tension around Punjab could not have arrived at the present level.

Weiter am 30. Juli 1984 berichtet die Sovjet Zeitung "Izvestia", dass die USA die Situation in Indien destabilisiert und Separatistenbewegungen, wie Dal Khalsa unterstützen würde.

The paper blamed "ruling circles of Washington" for encouraging separatist groups in India to provoke communal clashes. In this connection, it also claimed that several meetings took place between CIA emissaries and the banned Dal Khalsa Organisation.

Kuldip Nayar schreibt, dass Dal Khalsa eine Kreation von Zail Singh und der Congress Partei sei, während die damalige Sowjetunion Separatistenbewegungen wie Dal Khalsa mit engen Kontakten zur CIA portraitiert. Die Indische Regierung wiederum besteht darauf, dass es Pakistan sei, die Indien attackieren wollten, um ein Khalistan zu unterstützen.
Andere Quellen erwähnen, dass die Sowjetunion den Kommunismus im Punjab finanziell unterstützt und aufgebaut hat und dass eine Anzahl von Kommunisten in die Shiromani Akali Dal infiltriert wurden und dass Indira Gandhi enge Kontakte zur UdSSR pflegte.

Maj. Mitrokin of the KGB writes that ten Indian newspaper, one press agency were on the Sovjet payroll. In 1972/73 the KGB claimed to have planted more than 3500 articles in newspaper.

Abschliessend:
Eine Anzahl von Daten und Fakten wurden zu 1984 veröffentlicht. Die Zentralregierung publizierte am 10. Juli 1984 die White Paper, die voll von "white lies" waren. Wie auch immer, wurden einige Fakten darin zugegeben. Die Akte 1984 bleibt im Interesse der Weltpolitik und Indiens weitergehend unter Verschluss. Wie die Geschichte der Sikhs aber zeigt, findet die Wahrheit stets ihren Weg an die Oberfläche.

Zahlen - Operation Blue Star (veröffentlicht vom Sikh Museum)

Indian Government White Paper - Kategorie “Zivilisten/Terroristen zusammen” 493
AP, Reuter and New York Times (June 11, 1984) gesamt 1,000
Autor Mark Tully's 2,093
Amritsar crematorium 3,300
Chand Joshi 5,000
Augenzeugen und Überlebende 8,000

Wie viele Kämpfer der Gegenseite wurden getötet?

Government White Paper Veröffentlichung 200, davon 35 Körper in Akal Takht
A.I.S.S.F. All India Sikh Student Federation 100 Kämpfer (von den 200)
S.S. Bhagowalia, V.P. Association for Democratic Rights 140/150
Gesamtzahl der Widerstandskämpfer ca. 200-240

Indian Government White Paper

Eigene Soldaten, die getötet wurden 83
Eigene Truppen verwundet 249
Zivilisten/Terroristen 493
Widerstandskämpfer und andere die verletzt wurden 86
Festnahmen der indischen Armee 1,592 - darunter auch Kinder

Dr. Sukhpreet Singh Udokhe ist Historiker, TV Kommentator und Buchautor. Auf den folgenden Videos (auf Punjabi) gibt er einen historischen Überblick und eine Analyse über Operation Blue Star 1984.

Giani Sant Singh Maskeen über 1984

Video Vortrag 1984 Da Dukhaant Te Meera Nazariyaa

Die Sikh Bibliothek 1984

Die Sikh Reference Library war zunächst nicht Teil von Operation Blue Star, dennoch wurden alle Bücher, wertvolle Hukamname der Sikh Gurus, seltene Manuskripte und Gegenstände laut ehemaligen CBI Chef, in 165 Säcke konfisziert und weggebracht. Danach wurde die Bibliothek in Brand gesetzt mit leicht brennbarem, wie Zeitungsartikel, Manuskripte etc. Das Höchste Gericht entschied, daß die Indische Regierung zur Rückgabe des Bibliothek Inventars verpflichtet ist. Dies ist nur mit einem kleinen Anteil des Inventars geschehen, bis heute ist der Verbleib des übrigen Bibliothek Bestandes ungeklärt.
(Video in Punjabi mit englischen Untertitel).

Lt. General SK Sinha über Operation Blue Star 1984

Lt. General SK Sinha lehnte es ab, den Sri Harmandir Sahib Komplex 1984 anzugreifen (in engl. Sprache).

Bhai Jagraj Singh (Basics of Sikhi) - im Interview mit Arise TV Sky UK

Bhai Jagraj Singh spricht im Interview mit Arise News über die Ereignisse von 1984 (in engl. Sprache).

Augenzeugenberichte 1984

Bibi Preetam Kaur
Truth of 1984 - Wahrheit über 1984

Bhai Mukhtiar Singh
Attack Sri Akal Takht Sahib - June 06 1984

A Witness Among the Bodies
Surviving Bluestar - Augenzeuge überlebte Bluestar

Eyewitness Kulbir Kaur Dhami
Exklusiv - Augenzeugenbericht von 1984

Brief von Bhagat Puran Singh
Rückgabe des "Padam Sree Award"

Letter by BHAGAT PURAN SINGH to the then President of India, returning the "Padam Shree" award conferred upon him as a reaction to the inhumane treatment of innocent people by the Indian Army during the attack on Sri Darbar Sahib, Amritsar.
"I am compelled to observe that the army has displayed bankruptcy of character and has acted with hearts full of enmity and in a manner indicating that it wanted to wipe out the Sikhs".

To,
The President of India, Rashtrpati Bhavan, Delhi.

Subject: Return of the award of Padam Shree against the in-human army action at Sri Darbar Sahib Sri Amritsar.

Shriman ji,

Sending the armed forces into Sri Darbar Sahib for military action has already produced countless painful results. As a result of this army action the Sikh world has been deeply hurt. You have seen how painful has been the effect of this army action on the Darshani Deodhi and the building of Sri Akal Takhat. Army has perpetrated acts, which you could not have known. Up to September 9, 1984, I have been investigating what I have heard from the people. I have exercised much restraint and have not rushed to conclusions. I will relate some of the happenings (that I have investigated).

1. Army-men arrested a scripture reader of Sri Darbar Sahib along with his family. The entire family was not given either food or water for the whole day. Rifle butts were administered on the scripture readers hands the whole day. Another scripture reader of the shrine was given the same treatment until his hands were swollen.

2. The sangat in Darbar Sahib complex consisting of women, men and children has been fired upon (and killed) as the mosquitoes are wiped out with poisonous spray.

3. The pilgrims who had been arrested in Sri Darbar Sahib and Teja Singh Samundari Hall around 12 noon on Tuesday were given water by the Sikh army-men after thirty hours on Wednesday. The children eyes were popping out with thirst and their mothers tried to moist their lips with sweat. When some women asked for water for the children the army-men told them that the children would grow up and kill the army-men so why should they be given water? On Tuesday the small quantity of water that was given to the children had cigarettes thrown into it. They were told that this is the prasad of their Guru. Army-men smoked cigarettes in Teja Singh Samundari Hall and kept on blowing the smoke at the Sikhs. The treatment meted out to the Sikhs in the name of army action has deeply hurt the feelings of the Sikh world. Hands of the young pilgrims, arrested from Darbar Sahib, were tied with their turbans, their hair were untied and used to cover their eyes with. They were forced to kneel down on the hot marble floor and to walk around on their knees. Hands of the boys were tied behind them and they were shot through their foreheads.

On the first of June 1984 the CRPF had commenced firing on Sri Darbar Sahib Amritsar. On the first of June before the arrival of the army, the CRPF had killed a scripture reader in attendance upon Guru Granth Sahib and the volume itself was shot at. After it was all over, the Sikh Reference Library and the Sikh Museum were set on fire out of enmity and in pursuance of predetermined action. On June 3, 1984, two Sikhs wearing yellow turbans and kirpans got off at Batala bus stand. They were asked by the army-men to take off their turbans. On their refusal to do so they were both shot dead. Another Nihang was shot at and killed near Gumtala jail because he had refused to surrender his kirpan. One Sikh in proper Sikh dress was standing on the roof of his house in an area of Amritsar called Kittas. Army-men killed him because he was wearing a yellow turban.

On the third of July a black turbaned and kirpan-wearing young Sikh of about 25 years of age was walking past the Kitchlew traffic island. The army arrived, handcuffed and arrested him although nothing incriminating was found on his person. When army-men went to arrest the President of the Shiromani Gurdwara Prabandhak Committee Sardar Gurcharan Singh Tohra from Teja Singh Samundari Hall, one of them was smoking a cigarette. When Sardar Tohra asked him not to smoke (in the holy precincts), his reply was, shut up old-man or I will shoot you dead. Tohra said "I am the President of this place" upon which the army-men became quiet.

Temple servants of Sri Darbar Sahib Muktsar, were made to lie face downwards in the circumambulatory path around the sacred tank and beaten mercilessly. As a result of this one of them died. All those boys who had taken amrit were pulled out of their homes in the villages and were beaten severely. I am compelled to observe that the army has displayed bankruptcy of character and has acted with hearts full of enmity and in a manner indicating that it wanted to wipe out the Sikhs. Young-men from villages have been troubled much after the army action. Apart from the truth depicted above, I have received information about such shameful incidents, to mention which is to violate the cultural norms. After hearing of and seeing such happenings, I reject and return to you the award of Padam Shree conferred upon me.

Puran Singh

Sant Jarnail Singh Bhindranwale

Sant Jarnail Singh Bhindranwale wurde 1947 in Rode, Punjab geboren. Er war Jathedar (Führer) von Damdami Taksal. Damdami Taksal gilt als der höchste Sitz des Lernens für Santhiya, Gurbani und Grundlagen des Sikh Glaubens. Jarnail Singh Bhindranwale verbreitete die originalen Grundlagen der Sikhi gemäss den Richtlinien der Sikh Gurus. Er bemühte sich die Würde und Integrität der Sikh Gurus, des Siri Guru Granth Sahib, als auch die originale Gurmat Lehre der Sikh Religion zu bewahren, die immer mehr ins Zentrum von Angriffen und Verfälschungen geriet. Dies tat er engagiert. Jarnail Singh Bhindranwale ermutigte Sikhs - jung und alt, sich gemäss der Sikh Tradition taufen zu lassen (Khande di Pahul) und dem Pfad der Sikhi zu folgen. Er appellierte auf Intoxikationen wie Alkohol, Zigaretten und Drogen zu verzichten.

Sant Jarnail Singh Bhindranwale wurde bekannt für seine Beteiligung an Operation Blue Star, wo er und seine Männer während der Verteidigung des Sri Harmandir Sahib Komplexes am 6. Juni 1984 ihr Leben opferten. Jarnail Singh Bhindranwale erhielt den Titel Sant und wurde im Zentralen Sikh Museum zu Amritsar ausgestellt. Er gilt zu den bedeutendsten Sikh Märtyrern des 20. Jahrhunderts. (Veröffentlichte Umfrage aus UK - Sikhs weltweit 96,4%).

Das Buch "Struggle for Justice", beinhaltet behutsam übersetzte Video und Audio-Aufnahmen aus dem Punjabi von Dr. Ranbir Singh Sandhu. Sant Jarnail Singh Khalsa Bhindranwale war wohl eine, der am meisten missverstandenen und absichtlich falsch portraitierten Persönlichkeiten der jüngsten Geschichte Indiens.

Der Sant sprach nur auf Punjabi und authentisches Material in Englisch war so gut wie nicht existent. Nach seinem Tod durch die Indische Armee im Jahr 1984 folgten religiöse und ethnische Verfolgungsaktionen gegenüber den Sikhs in Indien. Dieses Buch stellt den Höhepunkt einer 15-jährigen minutiösen Forschung dar, wodurch uns der Autor die seltene Gelegenheit gibt, Sant Jarnail Singh Bhindranwale selbst zu begegnen und ihn durch seine eigenen Worte kennenzulernen. Auch wenn man kein Befürworter von Jarnail Singh Bhindranwale war oder ist, kann nicht bestritten werden, das Operation Blue Star ein Akt des menschlichen und politischen Versagens in Bezug auf lösungsorientiertes Vorgehen war. Im Vergleich hierzu, verhandelte die Indische Regierung mehr als über 31 Jahre mit den Naxaliten Kommunisten.

Zitate von Sant Jarnail Singh Bhindranwale
I am a Slave of the Panth. This is not my Taksal, by the Grace of the Guru and Sant Kartar Singh I was given the Seva of running this Taksal. This is not my Taksal, it was started by Sri Guru Gobind Singh Ji.
My mission is to administer Amrit, to explain the meanings of Gurbani and to teach Gurbani to those around me; ... and to tell people, that a Hindu should be a firm Hindu, a Muslim should be a firm Muslim, and a Sikh should be a firm Sikh.
If we speak to someone with hatred and try to assert our superiority, it will create hatred in the minds of everyone. So long as we have the spirit of love, so long as we have the support of Satguru Hargobind Sahib, the Master of Miri and Piri, is there any Power on earth that can subdue us?
Nashey Chaddo, Amrit Chhako, Gursikh Bano
Give up addictions, Take Amrit, Become good Sikhs.
Indira and Congress have labelled me a terrorist. If getting Sikhs to take Amrit and stay away from drugs, alcohol, meat, abstain from trimming their hair and beards, defending the honor of our sisters and the spilling blood of the Shaheeds is the work of a Terrorist then yes I am a terrorist.
I am not opposed to Khalistan, nor am I for it, I seek only equal rights for Sikhs.
I am not for or against Khalistan, but if we are given a separate Sikh nation we will not make the same mistake as '47, we will certainly take it.
If the Indian Government invaded the Darbar Sahib complex, the foundation for an independent Sikh state will have been laid.

Sant Jarnail Singh Bhindranwale was a Sikh leader, whom the Delhi rulers feared. For they knew that the Sikh masses were behind him and he "could not be bought on any cost"... (B. Singh)

Sant Jarnail Singh Bhindranwale

Leben, Mission und Martyrium von Sant Jarnail Singh Bhindranwale
(PDF in Englisch von Dr. Ranbir Singh Sandhu)

Studie - Reflections on 1984 (Bhai Harjinder Singh)

In 1984 the Indian Government attacked the holiest shrine of the Sikhs in Amritsar, commonly known as the Golden Temple (Sri Harmandir Sahib) on the pre-text of flushing out terrorists. 30 years later this attack on the faith & nationhood of the Sikhs still brings up painful memories of murder, terrorism and genocide. In light of newly disclosed documents by the British Government, many questions remain unanswered for the Sikh community about the events prior to and after Operation Blue Star (the Indian Armys attack on the Sikhs holiest shrine in Amritsar). The aim of the book is to explore the events leading up to 1984 and to analyse the pursuit of truth, justice and liberty, for Sikhs in India and the diaspora. The book follows a narrative which is historical and topical, bringing current issues of Sikhs and Punjabi's into the discussion. There is also a focus on Sikhs in the diaspora and current Sikh agitations for justice.

Britische Beteiligung an 1984

Phil Miller about British Involvment in 1984
TRUTH Independent Researcher

Dabinderjit Singh about 1984
Truth UK Govt Role in 1984

Britain's role in 1984
Sikh Political and Spiritual Reactions in English & Punjabi

Sikhs respond to Media release
Thatcher & SAS role in 1984 Amritsar Massacre Bluestar

UK Involvment in 1984

Allegations of UK involvment in the indian operation at Sri Harmandir Sahib, Amritsar 1984

VICE Exclusive

Government Accused of Covering Up British Role in Indian Massacre

Anti-Sikh Quotes

Mahatma Gandhi appealed to Sikhs to “give up Gurmukhi and adopt Devnagri” (Sikhs in History, Sangat Singh, Pg. 196) and asked them to leave Sikhi by saying “Cut your hair, give up an obsolete weapon (Kirpan) and merge yourself in the Hindu religion”. (Ibid, 250)
To preserve the Unity of India, if we have to eradicate 2-karor (20 million) Sikhs, we will do so
(Balram Jhakhar, Member of Indian Parliament & friend of former Prime Minister Narsimha Rao)
The Sikhs are lawless people and a menace to the law abiding Hindus. The governement should take strict action against them
(Pandit Nehru, Indian Prime Minister)
Nehru to Master Tara Singh: If you do not stop your protests, I will teach you a hard lesson that you will not forget for many generations to come.” (Sikhs in History, Sangat Singh, Pg. 306)
Kya main taqat dushman (the enemy-the Sikhs) ke haath main de dun
(How can I entrust power into the hands of the enemies).

(Jawahar Lal Nehru, Vater von Indira Gandhi 1961)
I hate the very physique of a Sikh because of the turban and beard...
(Vallabh Patel, Late Top Indian Politician)
I don’t give a damn if the Golden Temple and the whole of Amritsar is destroyed, I want Bhindranwale dead
(Indira Gandhi, communicating to General Vaidya during Operation Bluestar)
1984 Anti Sikh Slogans:ਸੂਬੀ ਕਾ ਮਜਾ ਚਖਾਏਂਗੇ, ਵਾਹਗਾ ਪਾਰ ਪੁਚਾਏਂਗੇ । ਗੁਰਦੁਆਰੇ ਜਲਾਏਂਗੇ । ਪੰਜਾਬੀ ਸੂਬਾ ਮੁਰਦਾਬਾਦ । “Sikhs will be taught a lesson. We will burn their Gurdwaras and kick them out of the country. Death to Punjabi State.”
We have broken the backs of the Sikhs and we will get them elsewhere
(M.M.K Wali, Indian Foreign Secretary, June 7th on the radio)
You do not know the might of our armed forces. We will eliminate 10,000s Sikh Youths and the world will know nothing of it
(Chander Shekhar, former Prime Minister of India, 1991)
Let us teach these bastards (the Sikhs) a lesson
(Rajiv Gandhi, October 31, 1984)
If any action occurs in this village, every single male is going to be taken out and shot. Then we’re going to take all the women to our camp and there we’re going to create a new breed for Punjab.”
Brig. RP Sinha addressing assembled Sikh villagers on March 8, 1991, International Women’s Day
The Indian Forces also began a program of “shudhee karan”, which was a code name for the rape of Sikh women. They joked that the offspring of their rapes would change the genetic makeup of the Sikh community and they would kill the Resistance in this way. Many rape victims took their own lives...(Quelle: Indian Army cases/Deepikas)
We do not believe in kicking the minority groups out of the country. Instead, our desire is to change their religion and convert them all to Hinduism. (Mahaveer Tyagi cited in Sikhs in History, Sangat Singh, Pg. 249)

(Quelle: Sikh24 - Proof of Discrimination Against Sikhs in India, SikhFP, Indian Army Cases, Deepikas, SikhiWiki, Human Rights etc.)