1746 Chota Ghallughara | 1762 Wadda Ghallughara | 1914 Komagata Maru | 1919 Jallian Wala Bagh Massaker | 1921 Saka Nankana | 1964 Paonta Sahib Massaker | 1978 Amritsar Massaker | 1978 Kanpur Massaker | 1984 Operation Blue Star | 1984 Sikh Massaker Delhi | 1995 Der Fall Jaswant Singh Khalra

Operation Blue Star 1984 - Amritsar Ghallughara (ਅੰਮ੍ਰਿਤਸਰ ਘੱਲੂਘਾਰਾ)

Um den militärischen Angriff auf den Sri Harmandir Komplex im Jahr 1984 zu verstehen, ist es wichtig, die historischen Entwicklungen von 1849 bis 1984 zu berücksichtigen.

  • Was geschah 1984?
  • Welche Faktoren spielten eine Rolle, dass es zu dieser militärischen Auseinandersetzung kam?
  • Warum griff die Indische Armee den Sri Harmandir Sahib Komplex an einem der wichtigsten Hauptfeiertage der Sikhs, dem Martyrium von Guru Arjan Dev, an, um eine Zentralfigur und 220-240 Widerstandskämpfer zu beseitigen?
  • Warum haben Spezialeinheiten der indischen Armee bereits 18 Monate zuvor an einer Replika des Sri Harmandir Sahib nahe Chakrata Cantonment im Doon Valley den Angriff geübt? Ein weiteres Trainings-Camp befand sich in der Sarsawa Gegend und Yamuna, wo Hubschrauber mit schwerem Geschütz umgebaut wurden.

Ein historischer Überblick

Vor 1984:
Sikhs besitzen ihr eigenes distinktes Glaubenssystem. 1708 überträgt der zehnte Sikh Guru, Guru Gobind Singh, die Guruschaft auf den 'Siri Guru Granth Sahib' und ernennt Ihn zum 'Ewig-lebenden Guru' der Sikhs. Seitdem wird der Siri Guru Granth Sahib als die höchste religiöse Autorität im Sikh Glauben verehrt. Die Botschaft des Siri Guru Granth Sahib ist universell, friedensstiftend und vereinigend.

Juni 1984

Das Indische Militär stürmt den Sri Harmandir Sahib Komplex im Juni 1984. In diesem Angriff wird der Sri Akaal Takht, der höchste Sitz der temporalen Sikh Autorität zerstört. Tausende von Zivilisten werden bei diesem Angriff getötet. Die Opferzahlen laut der Indischen Regierung werden in den White Paper zunächst mit 493 angegeben. Diese Zahl schliesst Zivilisten als auch die 200-240 Widerstandskämpfer, die kurz vor dem Angriff als 'Terroristen' bezeichnet wurden, mit ein. Das Sikh Museum veröffentlicht, dass das Amritsar Krematorium 3300 Opfer angab. Chand Joshi berichtet von über 5000 Opfern. Augenzeugen und Überlebende sprechen von mehr als 8000 Opfern.
(Quelle: Sikhmuseum.com)

Chronologie Juni 1984
  • Am 25. Mai 1984
    wird die Indische Armee mit einem Kontingent von 70.000 - 100.000 Soldaten im Punjab eingesetzt.
  • Am 1. Juni 1984
    werden zehntausende Armeetruppen stationiert, dabei wird der Sri Harmandir Sahib Komplex umstellt. Die Border Security Force und die Central Reserve Police Force beginnen auf Befehl der Indischen Armee auf den Sri Darbar Komplex zu schiessen, wodurch mindestens 8 Menschen ihr Leben verlieren. Dies geschieht ohne Vorwarnung. Das Feuer wird danach wieder eingestellt.
  • Am 2. Juni 1984
    findet kein Feuergefecht statt, die Atmosphäre ist jedoch hoch angespannt.
  • Am 3. Juni 1984
    ist der Feiertag von 'Guru Arjan Dev', dem fünften Sikh Guru. Mehr als 10.000 gläubige Sikh Pilger befinden sich zu den Feierlichkeiten im Sri Harmandir Sahib. Den Pilgern wird nicht mehr gestattet, den Komplex zu verlassen.
  • Am 4. Juni 1984
    greift die Indische Armee zu Amrit Vela (ca. 4:00 Uhr morgens) den Sri Darbar Sahib Komplex an.
  • Vom 4. bis 7. Juni 1984
    finden starke Feuergefechte und das Einsetzen von Panzern seitens der Indischen Armee statt.
  • Nach dem 6. Juni 1984
    wird die 'Sikh Reference Library' zerstört und nieder gebrannt. Wertvolle Bücher und Manuskripte werden von der Armee in Säcken wegtransportiert und katalogisiert (siehe Sikh Reference Library).
  • Am 10. Juni 1984
    kämpfen noch 4 Sikh Militante, die sich im Keller des Gebäudes aufhalten, gegen die Indische Armee.

1849-1947 Das Britisch-Indische Königreich

    Das Britische Königreich annektiert 1849 das grosse Sikh Königreich von Maharaj Ranjit Singh. Bis zur Indischen Unabhängigkeit im Jahr 1947 kämpfen die Sikhs mutig für die Entkolonialisierung Indiens. Sikhs, weniger als 2% der indischen Gesamtbevölkerung, stellen über 80% der Soldaten im indischen Freiheitskampf. Mahatma Gandhi und Nehru versprechen den Sikhs innerhalb des föderalen Indiens volle Rechte und Mitspracherecht in Gesetzesentscheidungen.

    Der Bundesstaat Punjab wird 1947 von den Engländern geteilt. Der geographisch grössere Anteil geht nach Pakistan, weniger als 50% wird Indien zugesprochen. Der Engländer Sir Cyril Radcliffe zieht die Grenzlinie zwischen den beiden Ländern. Seitdem ist die Grenze als 'Radcliffe Line' bekannt. 60% der Sikhs werden zu Flüchtlingen und Heimatlose. 14 Mio. Menschen werden vertrieben und ca. 1 Million Sikhs sterben.

1947-1950 Die Unabhängigkeit Indiens und die neue Verfassung
  • Die neue Konstitution des unabhängigen Indiens.
  • Sikhs, wie auch andere Glaubensgemeinschaften, werden in der Verfassung als Hindus bezeichnet. Hindus folgen der Hindu Religion. Die Sikhs haben ihren eigenen distinkten Glauben. Die Sikh Heirat 'Anand Karaj' wird staatlich zunächst nicht anerkannt.
  • Punjabi wird nicht Punjabs erste Sprache.
  • 75% des Wassers und 70% der Einnahmen werden in andere Bundesstaaten transferiert.
  • Sikhs lehnen es ab, die Konstitution zu unterzeichnen.

1950-1966 Punjabi Suba Movement
  • "Die Umstände haben sich geändert", betont Nehru 1954, als er auf die Versprechungen, die er abgab, angesprochen wird.
  • Indische Staaten werden aufgrund ihrer Sprache re-organisiert. Der Bundesstaat Punjab wird zunächst nicht mit berücksichtigt.
  • Die Sikhs demonstrieren friedlich für sozial-politische Gerechtigkeit.
  • 26.000 friedvolle Sikhs werden 1960 dabei festgenommen.
  • 1966 kreiert die Regierung einen Punjabi sprechenden Staat, jedoch nur aus einem Drittel der ursprünglichen Grösse des Punjab.
  • Die Zentralregierung verneint zunächst dem Punjab sein eigenes Kapital sowie die Kontrolle über die Wirtschaftspolitik.

1966-1984 Die Anandpur Resolution & Dharam Yudh Morcha
Sant Jarnail Singh Bhindranwale und Sant Harchand Singh Longowal
  • 1971 demonstrieren mehr als 250.000 Sikhs friedlich für angemessene sozio-ökonomische Grundlagen, die in der Ananpur Resolution festgehalten wurden.
  • 1975 rufen Sikhs zur Demonstration auf, um gegen die Auflösung des Parlaments zu protestieren. Indira Gandhi wird vom Indischen Gericht für 1 Woche wegen Wahlbetrugs ins Gefängnis inhaftiert. Indira Gandhi hebt die Verfassung auf, um weiter an der Macht zu bleiben.
  • Sikhs demonstrieren friedvoll gegen dieses Vorgehen.
  • Am 13. April 1978 werden 13 friedvoll demonstrierende Sikhs der Akhand Kirtani Jatha und Bhindra Jatha, die gegen die Anti-Sikh Sekte der Nirankaris demonstrieren, getötet. Dieses Ereignis ist als das 'Amritsar Massaker' von 1978 in der Sikh Historie bekannt.
  • 1982 starten die Sikhs die Dharam Yudh Morcha, eine Bewegung, die sich friedvoll für sozial-politische Gerechtigkeit und für die Wahrung der Sikh Identität einsetzt, um die Anandpur Resolution umzusetzen. Diese Massenbewegung wird von verschiedenen Sikh Führern, wie Sant Harchand Singh Longowal und Sant Jarnail Singh Bhindranwale geleitet.
  • Am 28. März 1983 veröffentlicht das British House of Lords in einer Resolution, dass Sikhs eine Nation sind.

1984-1987 Die politische Struktur im Punjab
  • India Today reported in December 1983 that a senior officer in Chandigarh confessed:

    It's really shocking that we have so little against him while we keep blaming him for all sorts of things. Jarnail Singh was not charged with crimes or terrorist activities nor did he have an outstanding arrest warrant from which he was hiding or attempting to abscond.
  • Die Ereignisse bis Juni 1984 überschlagen sich.
  • Am 24. Juli 1985 unterzeichnen Rajiv Gandhi und Sant Harchand Singh Longowal eine Vereinbarung betreffend aller Punjab und Sikh Angelegenheiten. Am 25. September 1985 bekommen die Akalis 74 MLA's und gewinnen die Wahl. Surjit Singh Barnala wird am 29. September 1985 zum Ministerpräsident des Punjab gewählt. Rajiv Gandhi gratuliert der Akali Dal und dem neuen Ministerpräsidenten Barnala (SAD) an diesem Tag. Zwei Jahre später, am 11. Mai 1987, wird die Akali Dal Regierung unter Surjit Singh Barnala von Rajiv Gandhi wieder aufgelöst, gemäß Artikel 356 der indischen Verfassung.

JUNI 1984

Operation Blue Star vom 1. Juni bis zum 10. Juni 1984

Am 1. Juni 1984 beginnt die Indische Armee ihren militärischen Großangriff auf den Sri Darbar Sahib Komplex, um die 220-240 Widerstandskämpfer zu beseitigen, die sich im Sri Akaal Takht und im Sri Darbar Sahib Komplex aufhalten. Dabei werden tausende von Zivilisten getötet. Sant Jarnail Singh Bhindranwale wird 1983 in den Tempel Komplex von SGPC Präsident Gurcharan Singh Thora eingeladen. Zuvor hält sich Bhindranwale im Guru Nanak Niwas Guesthouse auf und zieht ab dem 15. Dezember 1983 in den Sri Harmandir Sahib Komplex in ein angrenzendes Gebäude des Sri Akaal Takht.

The Complex has been in the control of the Akalis (SGPC). Gurcharan Singh Thora´s control over the complex (Sri Harmandir Sahib) was so complete and perfect that no militant or otherwise unwanted person could stay inside without his permission and knowledge for one night. In fact it was G.S. Thora who had invited and allowed Bhindranwale to stay inside the Guru Nanak Niwas and the Akal Takht to score over his rival SAD, Parkash Badal. And when at the height of tension in Punjab, Central Government offered Chief Ministership to Thora in collaboration with Congress or outside support. Bhindranwale refused to co-operate in this matter and Thora in frustration agreed for Army Action (Operation Blue Star).
(Quelle: Was Bhindranwale a Congress Creation? Baldev Singh)

Obwohl man jederzeit freien Zugriff auf Jarnail Singh Bhindranwale hatte und er sich frei bewegte und Reden im Punjab hielt, wurden keine Haftbefehle noch Terrorgesetze gegen ihn ausgestellt. Die Armee attackierte ohne Vorwarnung und Verhandlung. General Brar sagte, er hätte der Armee diesen Befehl gegeben. Zeitzeugen und Überlebende von 1984 bestreiten dies.

In his memoirs (Memoirs of Giani Zail Singh, Har-Anand Publications, New Delhi, 1996) the President of India confirms that no warnings were given.

I pointed out to her [Mrs Indira Gandhi] that military action was taken on a day when the Temple complex was full of pilgrims – men, women and children – assembled to observe the martyrdom of Guru Arjan Dev, most of whom perished in the cross firing… I told her that if notice had been given to these pilgrims over radio and television and loudspeakers, a majority of them would have come out… I had asked the government whether they had issued a warning on the loudspeakers to the people inside the complex to come out, to which they replied in the affirmative. Later, I came to know that no such warning had been issued and the operation had been suddenly launched.
(Quelle: Giani K. Singh Eyewitness Account, Punjab Government - Department of Excise and Taxation, United Sikhs, Basics of Sikhi, Sikhmuseum.com, SF Page, Discover Sikhism, diverse Sikh Council, Kommissionsberichte, Indian High Court decision etc).

Operation Blue Star and the strategic plans

Operation Blue Star wies folgende Komponenten auf: Operation Metal, die auf den Sri Harmandir Sahib Komplex konzentriert war, Operation Shop, die die ländlichen Gegenden nach Verdächtigen absuchte, gefolgt von Operation Woodrose, die speziell im Punjab auf getaufte Sikhs (Amritdharis) abzielte, die die fünf Glaubensartikel der Sikh Religion trugen. Hohe Todeszahlen wiesen Moga, Muktsar, Faridkot, Patiala, Ropar and Chowk Mehta auf. Im Gurdwara Dukh Niwaran Sahib in Patiala werden 257 unschuldige gläubige Sikhs erschossen. Die Zahlen der betroffenen Gurudwaras gingen von den zunächst bekannten 42-45 Gurudwaras auf 125 hoch.

Kalter Krieg - Weltpolitik und Punjab
Am 11. Juni 1984 veröffentlicht die Sowjetunion in ihrer staatlichen Zeitung Pravda, dass die CIA der USA die politische Struktur in Indien destabilisiert. Andere Quellen erwähnen, dass es die Sowjetunion war, die den Kommunismus im Punjab finanziell unterstützte und aufbaute und eine Anzahl von Kommunisten infiltrierte.

Abschliessend:
Überlebende von 1984, diverse Sikh Organisationen, Menschenrechtsaktivisten, Autoren, Juristen und Politiker haben maßgeblich dazu beigetragen, die Geschehnisse von 1984 aufzuarbeiten.

Zahlen zu 'Operation Blue Star' vom Sikh Museum

Indian Government White Paper - Kategorie "Zivilisten/Terroristen" zusammen. 493
AP, Reuter and New York Times (June 11, 1984) gesamt 1,000
Autor Mark Tully's 2,093
Amritsar Crematorium 3,300
Chand Joshi 5,000
Augenzeugen und Überlebende 8,000

Wie viele Kämpfer wurden getötet?

Government White Paper Veröffentlichung 200, davon 35 Körper in Sri Akaal Takht
A.I.S.S.F. All India Sikh Student Federation 100 Kämpfer (von den 200)
S.S. Bhagowalia, V.P. Association for Democratic Rights 40/150
Gesamtzahl der Widerstandskämpfer 200-240

Indian Government White Paper

Eigene Soldaten, die getötet wurden 83
Eigene Truppen verwundet 249
Zivilisten/Terroristen 493
Widerstandskämpfer und andere die verletzt wurden 86
Festnahmen der indischen Armee 1,592 - darunter auch Kinder

Die Sikh Bibliothek 1984
Der General SK Sinha über Operation Blue Star 1984
Bhai Jagraj Singh (Basics of Sikhi, UK) im Interview

Augenzeugenberichte 1984

Bibi Preetam Kaur

Bhai Mukhtiar Singh

Eyewitness Kulbir Kaur Dhami
Exklusiv - Augenzeugenbericht von 1984

A Witness Among the Bodies
Surviving Bluestar

Der Brief von Bhagat Puran Singh

Letter by BHAGAT PURAN SINGH to the then President of India, returning the "Padam Shree Award" conferred upon him as a reaction to the inhumane treatment of innocent people by the Indian Army during the attack on Sri Darbar Sahib, Amritsar.

I am compelled to observe that the army has displayed bankruptcy of character and has acted with hearts full of enmity and in a manner indicating that it wanted to wipe out the Sikhs.
To, The President of India, Rashtrapati Bhavan, Delhi.
Subject: Return of the award of Padam Shree against the inhuman army action at Sri Darbar Sahib Sri Amritsar.

Shriman Ji,
Sending the armed forces into Sri Darbar Sahib for military action has already produced countless painful results. As a result of this army action the Sikh world has been deeply hurt. You have seen how painful has been the effect of this army action on the Darshani Deodhi and the building of Sri Akal Takhat. Army has perpetrated acts, which you could not have known. Up to September 9, 1984, I have been investigating what I have heard from the people. I have exercised much restraint and have not rushed to conclusions. I will relate some of the happenings (that I have investigated).

1. Army-men arrested a scripture reader of Sri Darbar Sahib along with his family. The entire family was not given either food or water for the whole day. Rifle butts were administered on the scripture readers hands the whole day. Another scripture reader of the shrine was given the same treatment until his hands were swollen.

2. The sangat in Darbar Sahib complex consisting of women, men and children has been fired upon (and killed) as the mosquitoes are wiped out with poisonous spray.

3. The pilgrims who had been arrested in Sri Darbar Sahib and Teja Singh Samundari Hall around 12 noon on Tuesday were given water by the Sikh army-men after thirty hours on Wednesday. The children eyes were popping out with thirst and their mothers tried to moist their lips with sweat. When some women asked for water for the children the army-men told them that the children would grow up and kill the army-men so why should they be given water? On Tuesday the small quantity of water that was given to the children had cigarettes thrown into it. They were told that this is the prasad of their Guru. Army-men smoked cigarettes in Teja Singh Samundari Hall and kept on blowing the smoke at the Sikhs. The treatment meted out to the Sikhs in the name of army action has deeply hurt the feelings of the Sikh world. Hands of the young pilgrims, arrested from Darbar Sahib, were tied with their turbans, their hair were untied and used to cover their eyes with. They were forced to kneel down on the hot marble floor and to walk around on their knees. Hands of the boys were tied behind them and they were shot through their foreheads.
On the first of June 1984 the CRPF had commenced firing on Sri Darbar Sahib Amritsar. On the first of June before the arrival of the army, the CRPF had killed a scripture reader in attendance upon Guru Granth Sahib and the volume itself was shot at. After it was all over, the Sikh Reference Library and the Sikh Museum were set on fire out of enmity and in pursuance of predetermined action. On June 3, 1984, two Sikhs wearing yellow turbans and kirpans got off at Batala bus stand. They were asked by the army-men to take off their turbans. On their refusal to do so they were both shot dead. Another Nihang was shot at and killed near Gumtala jail because he had refused to surrender his kirpan. One Sikh in proper Sikh dress was standing on the roof of his house in an area of Amritsar called Kittas. Army-men killed him because he was wearing a yellow turban.
On the third of July a black turbaned and kirpan-wearing young Sikh of about 25 years of age was walking past the Kitchlew traffic island. The army arrived, handcuffed and arrested him although nothing incriminating was found on his person. When army-men went to arrest the President of the Shiromani Gurdwara Prabandhak Committee Sardar Gurcharan Singh Tohra from Teja Singh Samundari Hall, one of them was smoking a cigarette. When Sardar Tohra asked him not to smoke (in the holy precincts), his reply was, shut up old-man or I will shoot you dead. Tohra said "I am the President of this place" upon which the army-men became quiet.
Temple servants of Sri Darbar Sahib Muktsar, were made to lie face downwards in the circumambulatory path around the sacred tank and beaten mercilessly. As a result of this one of them died. All those boys who had taken amrit were pulled out of their homes in the villages and were beaten severely. I am compelled to observe that the army has displayed bankruptcy of character and has acted with hearts full of enmity and in a manner indicating that it wanted to wipe out the Sikhs. Young-men from villages have been troubled much after the army action. Apart from the truth depicted above, I have received information about such shameful incidents, to mention which is to violate the cultural norms. After hearing of and seeing such happenings, I reject and return to you the award of Padam Shree conferred upon me.
Puran Singh

Sant Jarnail Singh Bhindranwale

Sant Jarnail Singh Bhindranwale wird 1947 in Rode, Punjab geboren. Nachdem Sant Kartar Singh Bhindranwale an den Folgen eines Autounfalls stirbt, ernennt er zuvor Jarnail Singh Bhindranwale zum neuen Jathedar von Damdami Taksal. Damdami Taksal gilt als der höchste Sitz (Schule) des Lernens für Santhiya, Gurbani und für die Grundlagen des Sikh Glaubens. Damdami Taksal wurde auf Anweisung von Guru Gobind Singh, dem zehnten Sikh Guru, gegründet. Baba Deep Singh wurde zum ersten Jathedar ernannt, um die korrekte Aussprache und Bedeutung von Gurbani zu lehren und die Grundlagen des Sikh Glaubens zu bewahren. Sant Jarnail Singh Bhindranwale wurde durch seine Beteiligung an Operation Blue Star bekannt, wo er und seine Männer am 6. Juni 1984 ihr Leben opferten. Sant Jarnail Singh Bhindranwale appellierte auf Intoxikationen wie Alkohol, Zigaretten und Drogen zu verzichten und die Amrit Taufe zu vollziehen. Er setzte sich für die Anandpur Resolution ein, die gleiche Rechte für die Sikh Bevölkerung beinhaltete. Seine Persönlichkeit und Wirken wird unterschiedlich aufgefasst und interpretiert. Jarnail Singh Bhindranwale wurde im Zentralen Sikh Museum (Central Sikh Museum) in Amritsar mit der Genehmigung der Punjab Regierung von der SGPC ausgestellt. Er wurde mit dem Titel 'Sant' geehrt. Das Buch "Struggle for Justice" beinhaltet behutsam übersetzte Video und Audio-Aufnahmen aus dem Punjabi von Dr. Ranbir Singh Sandhu. Der Sant sprach nur auf Punjabi und authentisches Material in Englisch war so gut wie nicht existent. Dieses Buch stellt die Arbeit einer 15-jährigen minutiösen Forschung dar, wodurch uns der Autor die seltene Gelegenheit gibt, Sant Jarnail Singh Bhindranwale selbst zu begegnen und ihn durch seine eigenen Worte kennenzulernen.

Zitate von Sant Jarnail Singh Bhindranwale
We wish every religion to grow and flourish but we will not tolerate attacks on Sikhi designed to terminate it.
My mission is to administer Amrit, to explain the meanings of Gurbani and to teach Gurbani to those around me and to tell people, that a Hindu should be a firm Hindu, a Muslim should be a firm Muslim, and a Sikh should be a firm Sikh.
If we speak to someone with hatred and try to assert our superiority, it will create hatred in the minds of everyone. So long as we have the spirit of love, so long as we have the support of Satguru Hargobind Sahib, the Master of Miri and Piri, is there any Power on earth that can subdue us?
Nashey Chaddo, Amrit Chhako, Gursikh Bano
Give up addictions, Take Amrit, Become good Sikhs.

The Exhibition of 1984 in the Central Sikh Museum, Amritsar

Sant Jarnail Singh Bhindranwale belongs to the Sikh Community and is part of the Sikh History. On Youtube Channel you can find lots of Videos & Katha. Sant Jarnail Singh Bhindranwale is exhibited in one of the most important and prestigious Sikh Museum in Amritsar, the Central Sikh Museum, also the Martyrs of 1984. His painting was not installed secretly at night in the Museum. No, it was officially inaugurated with the members of SGPC and the Head of Damdami Taksal with the permission of the Punjab Government. You can ask the President of SGPC, the Jathedar of Sri Akaal Takht or the Mukhi of Damdami Taksal who attended the exhibition.

THE CENTRAL SIKH MUSEUM - AMRITSAR
Inaugurated in 1958, the Central Sikh Museum is exhibiting beautiful paintings of the Ten Sikh Gurus, important Saints, Sikh Warriors and prominent Leaders. It has a huge collection of ancient manuscripts, coins, arms, and also has an excellent library. There are few rare pencil sketches done by Princess Bamba. The museum has musical instruments like Baba Sham Singh’s Saranda. The museum displays the history of the Sikhs martyred by the Mughals, the British and the Operation Bluestar.

Sarbat Khalsa

Sarbat (whole), Khalsa (pure ones, baptized Sikhs, Amritdharis). Sarbat Khalsa is the assembly of all baptized Sikhs (Khalsa) to pass resolutions in the presence of the Holy Guru Granth Sahib (see Gurmata). Sarbat Khalsa is the gathering of the entire Sikh nation of the Khalsa Panth, which was established in Amritsar in Punjab in the 18th century. The tradition of holding Sarbat Khalsa has continued ever since in times of need or conflict. Sarbat Khalsa has the ultimate authority to make resolutions on important Sikh matters regarding the Sikh Nation. As long as these Sarbat Khalsa resolutions are not changed, every Khalsa and Sikh is instructed to respect these decisions. No official, including the Jathedar of Sri Akaal Takht, no organization or assembly has the right to violate the decisions of the Sarbat Khalsa. Only another convened Sarbat Khalsa may overrule or amend the decisions made, if necessary.

1986 Sarbat Khalsa elected a 5-member Panthic Committee to represent the decisions of the Sikh Nation. The Sarbat Khalsa declared Khalistan on April 29, 1986. The last Sarbat Khalsa was held in 2015 where over 700.000 Sikhs have attended.

Das DISR repräsentiert von Bibi Sahib Kaur ist Pro Khalistan gemäß der Sarbat Khalsa Resolution von 1986.
The DISR represented by Bibi Sahib Kaur is Pro Khalistan according to the Sarbat Khalsa Resolution of 1986.


The decision for Khalistan was made in 1986 in the presence of our Holy Guru Granth Sahib. When the land of the Pure will be established is in the hands of Waheguru (God). Our Guru is omnipotent, the Sarbat Khalsa was convened to make the joint decision. The Sarbat Khalsa is an important part of the Sikh Tradition. It is our right to express our spiritual, religious, cultural and political views in a Democracy. We have such a great and rich Sikh History and established a Sikh Kingdom back than. We have great Sikh scholars. Khalistan is not a dream or an abstraction, it will come true. It is our birth right to be free and live our full potential as Sikhs of our Guru.

I support Khalistan like Sardar Simranjeet Singh Mann, Shiromani Akali Dal, (brother in law of Captain Amarinder Singh, Congress), United Akali Dal and others. I am a Scientist, an civil right activist and not a Terrorist. We do not support Terrorism. We are all highly educated Sikh people and we have the right to express ourselves freely. When Khalistan is established the whole disturbed and unrest area which we can observe until today, will become more quiet and will bring more benefit for the citizens. Also, it will stop Terrorism in the near by countries. No country in the world wants to loose land or its influence, but this is not in the hand of man. Our Sikh Gurus taught us, to practice and to live self-determination in a state of sovereignity. The development of transformation and independence is subject to different aspects and laws.

Leben, Mission und Martyrium Sant Jarnail Singh by Dr. Ranbir Singh Sandhu
1984 UK Involvement

UK and the indian operation at Sri Harmandir Sahib, Amritsar 1984

VICE Exclusive - The 1984 Massacre