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1978 - Das Amritsar Massaker

Am 13. April 1978 versammelte sich die Akhand Kirtani Jatha (AKJ) aus ganz Indien in Amritsar, um den jährlichen Vaisakhi Smagam zu feiern. Die Akhand Kirtani Jatha wurde von Bhai Randhir Singh 1961 gegründet. Der Kirtan hatte bereits zu Amrit Vela in den frühen Morgenstunden begonnnen. Um 10 Uhr erhielt die Jatha eine wichtige Nachricht, dass die Anhänger der Nirankari Sekte (Anti-Sikh) eine Prozession in Amritsar abhalten und beleidigende Parolen gegen den Ewigen Shabad Guru, den Siri Guru Granth Sahib und gegen die Sikh Gurus ausriefen. Die Sangat wusste, dass die Nirankari Sekte diese Anti-Sikh Kampagnen seit vielen Jahren unternahm. Aufzeichnungen zu Folge hat Gurbachan Singh, der Nirankari Führer, gesagt, dass Guru Gobind Singh fünf Geliebte, die Panj Pyare, erschaffen hat, er aber sieben Sterne, die Sat Sitaare erschaffen wird. Der Nirankari Chef Gurbachan Singh ging noch weiter, er stellte seinen Fuss auf den Siri Guru Granth Sahib und begann das Wort Gottes/Gurus, die Gurbani zu beleidigen.

Seit 1943 griff die Nirankari Sekte die Sikh Gemeinde immer wieder an, indem sie die Gurbani und die Gurmat Lehre der Sikh Gurus verzerrten und beleidigten. Gleichzeitig bezeichneten sich die Nirankaris als die wahren Sikhs. In den 70er Jahren geschah es, dass der damalige Nirankari Chef Gurbachan Singh noch weiter ging. Er veröffentlichte Beiträge, die besagten, dass die Gurudwara Sarovars, die heiligen Amrit Seen vor den Gurudwaras, keinerlei Nutzen hätten und sie zugeschüttet werden sollten. Weiterhin behauptete Er, dass Guru Gobind Singh in keinem einzigen Krieg gekämpft hätte und beleidigte den zehnten Sikh Guru, die Sikh Gurus, die Mutter von Satguru Nanak Dev 'Mata Tripta Ji', Bhai Gurdas, Bibi Nanaki, Baba Budha Ji, Bhai Lalo, Bhagat Kabir uva.

Bhai Fauja Singh von der Akhand Kirtani Jatha (AKJ) hörte diese Beleidigungen über den Lautsprecher, als er den Teig für das Langar knetete. Er wusch sich die Hände und eilte zur Sikh Sangat. Er überbrachte eine kurze Ansprache, indem Er diese würdelose Situation analysierte, in denen sich die Sikhs und ihr Heiliger Guru Granth Sahib befanden. Bhai Fauja Singh zog darauf, wie einst Baba Deep Singh, eine Linie, indem er alle bat, die gewillt waren mitzukommen, diese Linie zu überschreiten. Bhai Joginder Singh Taiwara bat Kinder und Frauen dies nicht zu tun. Trotzdem bestanden viele Bibian Sikh Schwestern darauf, mitzugehen. Nachdem ein Ardas (Bitt- und Fürgebet) durchgeführt wurde, verneigten sich die Gursikhs vor dem Siri Guru Granth Sahib und gingen zum Ramdas Niwas, wo die Nirankari Sekte (Anti Sikh, Anti Gurmat Liga) ihre Veranstaltung abhielt. Als sie den Ramdas Niwas erreichten, stellten sie fest, dass die Nirankari Prozession bereits beendet war. Die Gursikhs entschieden sich daraufhin zum nächsten Ort zu gehen, wo sich die Nirankari Sekte neu versammelte, um einen friedlichen, aber resoluten Protest gegen die blasphemischen Beleidigungen abzuhalten. Die Sikhs, Akhand Kirtani Jatha und der Bhindra Jatha (Damdami Taksal) erreichten die Brücke Reego nahe Gobind Gar. Dort wurden sie von der Polizei gestoppt. Die Gursikhs erklärten der Polizei, dass die Nirankaris Beleidigungen und Entwürdigungen gegen den Siri Guru Granth Sahib ausriefen. In der neuen Versammlung der Nirankaris konnten diese erneut gehört werden. Ein Polizei Offizier teilte den Gursikhs mit, dass er zu den Nirankaris gehen und die Versammlung stoppen wird. Die Gursikhs sollten dort, wo sie waren, warten, bis er zurück kommt. Die Sikhs warteten 30 Minuten auf seine Rückkehr.

Die entwürdigende Rede des Nirankari Chefs konnte jedoch weiter über die Lautsprecher gehört werden. Daraufhin wurde die kleine Gursikh Gruppe von den 5.000-6.000 uniformierten Nirankaris angegriffen. Innerhalb von Sekunden wurden sie mit Pistolen, Gewehren, Speeren, Schwertern, Pfeil und Bogen, Stöcken, Steinen, Säureflaschen und selbstgemachten Bomben attackiert. Dieser Vorfall, der am 13. April 1978 stattfand, sollte den Punjab für immer verändern. Bhai Fauja Singh wurde angeschossen. Er blieb eine Zeit lang noch stehen und rezitierte das Gur Mantar, den Namen Gottes, Waheguru.

Zwei Sikhs versuchten den immer noch atmenden und Waheguru Naam rezitierenden Bhai Fauja Singh in ein naheliegendes Krankenhaus in die Notaufnahme zu bringen, sie wurden jedoch gestoppt und festgenommen. Bhai Fauja Singh's Körper wurde von der Polizei weggebracht und in einen Totenwagen gelegt. Ein weiterer Singh kam zu Bhai Fauja Singh's Rettung, der ihn immer noch atmend vorfand. Eine halbe Stunde später erschien Bibi Amarjit Kaur, die Ehefrau von Bhai Fauja Singh, der dem Martyrium erlag. Die Polizei brachte die Körper der Shaheeds in ein naheliegendes Leichenschauhaus. Die Verwundeten wurden in ein Krankenhaus gebracht. In diesem Massaker wurden 13 Singhs zu Märtyrern, 11 von der Akhand Kirtani Jatha und 2 von der Bhindra Jatha Damdami Taksal. Mehr als 70 Sikhs wurden schwer verwundet. Viele von ihnen hinterliessen Ehefrauen und Kinder. Die Namen der 13 Shaheeds sind:

  • Bhai Fauja Singh s/o Surain Singh, Amritsar
  • Bhai Avtar Singh s/o Bhagwan Singh Kuda Kurala, Hoshiarpur
  • Bhai Raghbir Singh s/o Nawab Singh, Bhagupur, Amritsar
  • Bhai Kewal Singh s/o Amar Singh, Prem Garh, Hoshiarpur
  • Bhai Pyara Singh s/o Kishan Singh, Bhungruni, Hoshiarpur
  • Bhai Hari Singh s/o Giani Gurcharan Singh, Kot Ralia Ram, Amritsar
  • Bhai Harbhajan Singh s/o Jagat Singh, Bhattian, Gurdaspur
  • Bhai Gurcharan Singh s/o Daleep Singh, New Model Town, Ludhiana
  • Bhai Dharambir Singh s/o Lal Singh, Ajeet Nagar, Amritsar
  • Bhai Gurdial Singh s/o Sohan Singh, Modai, Amritsar
  • Baba Darshan Singh s/o Achhar Singh Ji, Mehtha, Amritsar
  • Bhai Amrik Singh s/o Kundan Singh, Khujala, Amritsar
  • Bhai Ranbir Singh Fauji s/o Kala Singh, Thraj, Faridkot

Das Begräbnis wurde am Samstag, den 15. April 1978, vor dem Gurudwara Ramsar Sahib in einer Versammlung von über 30.000 Sikhs abgehalten. Die dreizehn Märtyrer wurden gemeinsam verbrannt. Die Akandh Kirtani Jatha forderte die Regierung auf, die Mörder gemäß der Gesetzgebung zu verurteilen und sicherzustellen, dass der Siri Guru Granth Sahib nicht mehr öffentlich beleidigt werden dürfte. Die Nirankaris wurden nicht verurteilt. Am 6. Oktober 1978 veröffentlicht Sri Akaal Takht, der höchste Sitz der temporalen Sikh Autorität, ein Hukamnama bezüglich der Nirankari Sekte.

TRUE NIRANKARIS and THE FAKE NIRANKARIS

Es gibt zwei Arten von Nirankaris. Die erste Nirankari Bewegung wurde während des Sikh Königreich's von Baba Dyal gegründet. Baba Dyal folgte dem 'Siri Guru Granth Sahib' und der Gurmat Lehre der Sikh Gurus. Diese Nirankari Bewegung war die Ursprüngliche. Sie respektierten das Wort Gurus/Gottes, die Gurbani. Baba Dyal hat sich niemals als ein Guru bezeichnet. Sie waren dafür bekannt, in ihren Deras sehr schönen Kirtan zu praktizieren. Die zweite Gruppe der Nirankaris bestand aus den Anhängern von Boota Singh (1873-1943), den sogenannten "Fake Nirankaris". In einigen Quellen wird er als Buta Singh mit einem anderen Datum (1883-1944) angegeben. Sein Nachfolger wurde Avtar Singh und später dessen Sohn Gurbachan Singh, der Chef der Nirankari Sekte.

There are two types of Nirankaris. First one started during Sikh kingdom. It was started by Baba Dyal. He never claimed himself as a Guru only as a follower of Guru Granth Sahib Ji. These Nirankaris believed in reading Gurbani and contemplating on the word of Guru/God. They used to do nice kirtan at their deras. The second group is the follower of Boota Singh (1873-1943) - the fake Nirankaris. In some sources he is referred as Buta Singh with another date 1883-1944. His successor was Avtar Singh and later on his son, Gurbachan Singh, the Chief of the Nirankari Sect.

Sirdar Kapur Singh (1909-1986)

Sirdar Kapur Singh war ein bekannter Sikh Intellektueller, Philosoph, Autor und Professor. In dem Buch "Sikhism and the Sikhs" beschreibt er die Situation von 1978.

THE MASSACRE SIKHS
On the 13th of April, 1978, the sacred day of Baisakhi... the day on which the Tenth Nanak, Guru Gobind Singh finally shaped and completed the Way of Life for Sikhs in 1699, by ordaining a political nation, the apotheosis of Sikhism, the Khalsa assigning to the Sikh people the task of inserting themselves into history to bring about social changes and cultural trends for the good and benefit of mankind, a dozen and a half men, the cream of the Sikh society were massacred by an organised band before the eyes of the police, when these peaceful Sikhs were on their way to a pre-arranged concourse and gathering of, new permissive sect where, admittedly, grave and malicious insults were being audaciously hurled against the Sikh religion and Sikh beliefs and sentiments to dissuade them from it.

Then the voice of the Chief (Gurbachan Singh) was heard outside through the elaborate sound system set up within their enclosure, saying:

These Sikhs think they can stop us from carrying out our programme. Let them know today how mistaken they are. Time has come to be active for those come here for this job.

... a highly devout, well known and well educated Person was wounded grievously, though not fatally, with multiple bullet wound when an attacker shot at his at close range .... Thus died Fauja Singh.

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